AKTUELLES

 

 

 

 

VW-Abgasskandal NEWS

 

 

Der erste Fall zu Gunsten eines Autobesitzers im VW-Abgasskandal wurde von uns erstritten!

 

Von uns erstrittene Urteil!

Hier finden Sie eine Liste der von uns erstrittende Urteil zu Gunsten der Autobesitzer!

 

Von uns erlanget Beschlüsse/ Hinweise!

Hier finden Sie Beschlüsse oder Hinweise der Landgerichte oder Oberlandesgerichte die hilfreich für die Geschädigten sind!

Urteile RAin Deckert erstritten.pdf
PDF-Dokument [195.8 KB]

VW-Abgasskandal: Ansprüche verjähren Ende 2018! Handeln Sie JETZT!

München, 13.11.2018

Ihre Schadensersatzansprüche gegen den Volkswagen-Konzern aus unerlaubter Handlung verjähren nach einer dreijährigen Frist ab Ende des Jahres, in dem die Öffentlichkeit von dem Skandal erfahren hat. Der VW-Abgasskandal ist Ende September 2015 bekannt geworden. Damit begann die Verjährungsfrist mit dem 31.12.2015 zu laufen und endet zum 31.12.2018.

Ihre Ansprüche gegen die Autohersteller VW, Audi, Seat oder Skoda können Sie also nur noch bis zum 31.12.2018 geltend machen!

München, 08.01.2018

 

Viele Betroffene sind unsicher, wann Ihre Ansprüche im sogenannten VW-Abgasskandal verjähren. Vielfach wird in den Medien vermittelt, dass alle Ansprüche endgültig am 31.12.2017 verjährt seien. Dies ist nicht richtig.

 

Insbesondere Schadensersatzansprüche direkt gegen die VW AG verjähren erst zum 31.12.2018. Die Verjährung gegenüber VW beginnt erst dann zu laufen, wenn ein Geschädigter über die Manipulation am Abgasrückführungssystem Kenntnis erhalten hat (§§ 195, 199 BGB). Dies war im Jahre 2015 der Fall. Die Dreijahresfrist beginnt erst mit Schluss des Jahres 2015 zu laufen. Die Verjährung endet somit zum 31.12.2018.

 

Aber auch Schadensersatzansprüche gegenüber den Händlern verjähren teilweise erst zum 31.12.2018. Grundsätzlich verjähren Ansprüche gegen den Händler 2 Jahre nach Übergabe des Fahrzeugs. Darüber hinaus haben Händler bis Ende 2017 auf die Einrede der Verjährung verzichtet. Allerdings gibt es eine Sondervorschrift: Gemäß § 438 Abs. 3 BGB verjähren die Ansprüche erst 3 Jahre ab Kenntnis von der Manipulation. Voraussetzung ist, dass der Händler Kenntnis von der Manipulation hatte oder er sich das Verhalten von der VW AG zurechnen lassen muss. Damit würden Ansprüche gegen die VW-Vertragshändler erst zum 31.12.2018 verjähren. 

 

Bisher wurden allerdings noch nicht höchstrichterlich geklärt, ob ein VW-Vertragshändler oder ein Händler, der rechtliche in den VW-Konzern eingegliedert ist (z.B. durch Konsolidierung), sich das Verhalten von VW zurechnen lassen muss. 

 

Unserer Kanzlei hat inzwischen Urteile erstritten, wonach sich ein VW-Händler das Verhalten der VW AG zurechnen lassen muss, weshalb der Anspruch der Autobesitzern auf Rückabwicklung zugesprochen worden ist (Landgericht München I Az: 23 O 23033/15 und Landgericht München I Az: 20 O 22515/16). Darüber hinaus liegt uns auch ein Hinweis des Landgericht Frankfurt vor, wonach auch dieses von einer Zurechnung bei einem VW-Vertragshändler ausgeht. Ebenso haben auch schon die Landgerichte Köln und Stuttgart sich dazu positiv geäußert. Wir vertreten weiterhin die Auffassung, dass alle VW-Vertragshändler sich das Verhalten des VW-Konzerns zurechnen lassen müssen. Somit werden Ansprüche gegenüber den VW- Vertragshändlern auch erst Ende 2018 verjähren.

 

Sprechen Sie uns an! Wir vertreten zahlreiche Geschädigte im VW-Abgasskandal gegen Autohändler und die VW AG. Wir prüfen anhand Ihre Unterlagen, ob Sie Ihre Ansprüche gegenüber dem Autohändler auch noch geltend machen können. In jedem Fall ist dies gegenüber der VW AG bis Ende 2018 möglich.

WICHTIG: Aus gegebenen Anlass weisen wir auf Folgendes hin: 

 

FÜHREN SIE DAS UPDATE

- trotz aller angeblichen "Drohungen" des Kraftfahrtbundesamt -

NICHT DURCH!

MACHEN SIE DIE ANSPRÜCHE  - vor Durchführung einer etwaigen (unserer Auffassung nach ohnehin untauglichen) Nachbesserung (UPDATE) - GELTEND! 

OLG München Beschluss v. 23.03.2017 – 3 U 4316/16: ENTSCHEIDUNG ZUGUNSTEN DER AUTOBESITZER!

 

Das OLG München hat im Rahmen einer Kostenentscheidung Stellung genommen:

 

Es kommt zu dem Eregbnis, dass

 

1. Ein erheblicher Mangel vorliegt

2. Eine Frist von über 12 Monaten unangemessen ist, anderfalls würde damit ein "Dauerschuldverhältnis" begründet werden

3. Der Vortrag der VW-AG, man würde den Mangel aus "Kulanz" beseitigen perplex ist, andernfalls, wenn dieser Vortrag zutreffen würde, dies den Vorwurf der Untreue (§ 266 StGB) gegen das Management des VW-Konzerns begründen würde

 

Die Entscheidung können Sie hier runterladen.

Landgericht Stuttgart erlässt wegweisenden Vorlagebeschluss zwecks Einleitung eines Musterverfahrens gegen die Porsche Automobil Holding SE (PSE) nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) (28.02.2017 Az 22 AR 1/17 Kap)

 

Betroffene Fahrzeugbesitzer können sich über den Beschluss aus Stuttgart freuen:

 

„Mit der Aufdeckung des serienweisen Einbaus nicht gesetzeskonformer Motorsteuerungssoftware besteht für die Verbraucher ein erhebliches Risiko für den Fortbestand der Betriebserlaubnis“, schreibt Richter Dr. Fabian Reuschle. „Damit steht der Rechtsverstoß der Volkswagen AG bei der Erfüllung von gesetzgeberischen Umweltstandards als eingetretene Tatsache fest" und zwar sowohl auf dem „US-amerikanischen Markt“ wie auch dem „europäischen Binnenmarkt" (Rz. 160 des Vorlagenbeschluss 28.02.2017 Az 22 AR 1/17 Kap ).

 

Jetzt wird es eng für den VW-Konzern:

 

LG Hildesheim (AZ 3 O 139/16) entscheidet zugunsten eines Käufer gegen die VW AG als Hersteller:

 

"Keinesfalls könne das Vorgehen der Beklagten als „Kavaliersdelikt“ oder als „lässliche Sünde“ angesehen werden.  Es handele sich um eine Verbrauchertäuschung, die als ebenso verwerflich einzustufen sei, wie in der Vergangenheit etwa die Beimischung von Glykol in Wein oder von Pferdefleisch in Lasagne. Die Beklagte habe mit Hilfe der scheinbar umweltfreundlichen Prüfstandwerte Wettbewerbsvorteile erzielen wollen."

 

Die Pressemitteilung: 

 

Pressemitteilung LG Hildesheim
LG Hildesheim Pressemitteilung 17.01.201[...]
PDF-Dokument [119.2 KB]

 

Das vollständige Urteil:

 

Urteil LG Hildesheim 17.01.2017 gegen VW AG
Urteil_vom_17.01.2017_gg._Volkswagen_AG_[...]
PDF-Dokument [164.8 KB]

NEWS:   US-Anklageschrift gegen VW-Manager:    

     

 "Der Plan, genehmigt von den VW-Managern, ordnete an, dass VW-Mitarbeiter

weiterhin die illegale Abschaltvorrichtung vor den US-Behörden verheimlichen sollten."  

 

Hier finden Sie die vollständige US-Anklageschrift gegen Oliver Schmidt. 

 14.09.2016 LG Krefeld (Az: 2 O 72/16 und 2 O 83/16) Aktenzeichen anlicken zum Abruf des volltändigen Urteils

 

Das Landgericht Krefeld (Az: 2 O 72/16 und 2 O 83/16) hat im VW-Abgasskandal ein Krefelder Autohaus dazu verurteilt, zwei Audis mit der sog. "Schummel-Software" zurückzunehmen. Bei den Abgas-Manipulationen handele es sich um einen erheblichen Mangel, und eine Nachbesserung durch Software-Update sei für die Käufer nicht zumutbar,  so das Gericht.

 

Auch nach einer Nachrüstung durch VW bleibe nämlich ein "berechtigter Mangelverdacht", heißt es in dem Urteil. Der Zweifel an einer erfolgreichen Nachrüstung gründe unter anderem darauf, dass günstige Stickoxidwerte bekanntermaßen technisch in einem "Zielkonflikt" mit geringen Kohlendioxidwerten stünden, erklärte das Gericht. Kunden müssten nicht hinnehmen, wenn Verbesserungen der Stickoxidwerte möglicherweise durch andere Mängel wie höhere CO2-Werte erkauft werden. Dazu habe das Gericht keine konkreten technischen Gutachten eingeholt, erläuterte ein Gerichtssprecher auf Nachfrage. Ein "berechtigter Verdacht" reiche aber für die Unzumutbarkeit bereits aus.

 

Das Gericht argumentierte außerdem, dass zum Zeitpunkt des Rücktritts der beiden Kunden vom Kaufvertrag Anfang 2016 noch gar nicht klar gewesen sei, ob und wann das Kraftfahrt-Bundesamt die Nachrüstungs-Software für die entsprechenden Wagen freigeben würde. Käufer müssten es auch nicht hinnehmen, dass mit den VW-Konzernen ausgerechnet diejenigen, die die "arglistige Täuschung" begangen haben, nun den Mangel beseitigen wollten.

 

Damit geht das Gericht nicht nur vom Vorliegen eines erheblichen Mangels aus, sondern auch dass ein Nacherfüllungsbegehren entbehrlich ist, da die Nacherfüllung unzumutbar sei. Ein Minderungsrecht scheidet nach Auffassung des Gericht als Alternative aus.

Das Gericht hat deutlich ausgesprochen: Es ist niemanden zuzumuten, dem Betrüger das Fahrzeug zur Nacherfüllung zur Verfügung zu stellen.

Erfreulicherweise hat das Gericht zudem darauf hingewiesen, dass die Entscheidung von sämtlichen Zivilkammern des Landgerichts Krefeld  mitgetragen wird.

Damit liegt das Landgericht Krefeld ebenfalls auf der gleichen Rechtsprechungslinie wie das von uns erstrittene erste Urteil eines Autobesitzers gegen einen Autohändler im sog.  VW Abgasskandal am Landgericht München I (Az. 23 O 23303/15),  sowie die weiteren landgerichtlichen Urteile LG Lüneburg und LG Oldenburg.

06.09.2016 LG Oldenburger (Az. 16 O 790/16)

Das Landgericht Oldenburger hat Anfang des Monats ein Urteil verkündet, wonach der Autohändler verpflichtet wird, ein vom sogenannten „VW-Abgasskandal“ betroffenes Fahrzeug, zurück zunehmen und den Kaufpreis zu erstatten (Az. 16 O 790/16). Der Kläger hatte das Fahrzeug im Frühjahr 2014 erworben.

 

Nachdem dem Kläger ein zu hoher Kraftstoffverbrauch aufgefallen war und er das Nichteinhalten der Abgasnorm „Euro 5“ moniert hatte, stellte sich heraus, dass der Wagen mit unzulässiger Software ausgestattet worden war. Der beklagte Autohändler weigerte sich, das Fahrzeug gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzunehmen.

Jetzt entschied das Landgericht Oldenburg, dass das beklagte Autohaus das Fahrzeug zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten muss – abzüglich einer Summe für die Abnutzung durch die seither gefahrenen Kilometer. Nach Auffassung des Gerichts stellt die Verwendung der „Schummel-Software“ einen zum Rücktritt berechtigenden Sachmangel dar.

Zur Begründung heißt es im Urteil, dass der Käufer eines Neufahrzeugs davon ausgehen dürfe, dass die gesetzlich vorgegebenen Abgaswerte nicht lediglich durch entsprechende Programmierung der Motorsteuerung, die den Prüfstandlauf erkennt, eingehalten werden.

Der Mangel, heißt es in dem Urteil weiter, resultiere damit nicht etwa daraus, dass die Prüfstand-Werte im alltäglichen Straßenverkehr nicht eingehalten werden, sondern vielmehr daraus, dass der Motor die Vorgaben im Prüfstandlauf nur aufgrund manipulierter Software einhalte.

Auch stelle es einen Sachmangel dar, dass das Fahrzeug nun einem Software-Update unterzogen werden müsse, um den entsprechenden Auflagen des Kraftfahrtbundesamtes zu genügen und nicht den Verlust der Allgemeinen Betriebserlaubnis zu riskieren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

23.09.2016 Amtsgericht Weiden in der Oberpfalz (Az. 1 C 90/16) Herabsetzung des Kaufpreises eines geleasten PKW der mit dem Motor EA 189 versehen ist.

29.09.2016:  LG Dortmund entscheidet zugunsten eines Betroffen (AZ 25 O 49/16)

Das vollständige Urteil finden Sie hier.

12.10.2016: "Hausgericht" LG Braunschweig entscheidet zugunsten eines Betroffen (AZ 4 O 202/16)

Das vollständige Urteil finden Sie hier.

18.10.2016:  LG Hagen entscheidet zugunsten eines Betroffen (AZ 3 O 66/16)

20.10.2016:  LG Frankfurt entscheidet zugunsten eines Betroffen (AZ 2-23 O 149/16)

15.11.2016:  LG München II entscheidet zugunsten eines Betroffen (AZ 12 O 146/16) 


Anrufen

E-Mail

Anfahrt